Über mich und meine Tees

Joachim

Ich heiße Joachim Kuper, bin 1956 in Osnabrück geboren, verheiratet, habe 3 Kinder im Alter von 32, 28 und 27 Jahren und bin seit 1998 im Teeversandhandel tätig. Hauptberuflich war ich seit der Geburt unseres ersten Kindes mit einigen Unterbrechungen Hausmann, aber nachdem meine Frau letztes Jahr pansioniert wurde, widme ich mich verstärkt dem Teegeschäft.

Gelernt habe ich Fernmeldehandwerker bei der ehemals Deutschen Bundespost. 1998 habe ich bei der Telekom aufgehört und mich dem Tee verschrieben, der seit einem Magengeschwür vor 22 Jahren mein Lieblingsgetränk geworden war.

43 Jahren spielte ich Basketball mit Leidenschaft. Seit einigen Jahren spiele ich allerdings Tischtennis. Erstens hat unsere Basketballmannschaft sich aufgelöst, zweitens machten meine Knochen auch nicht mehr klaglos mit und drittens hat meine Tochter, die seit Jahren Tischtennis spielt, meinen Sohn und mich überredet zusammen mit einem Freund ein Tischtennisteam zu bilden und im Ligabetrieb einzusteigen. 3. Kreisklasse  und doch zu Anfang jedes Mannschaftstreffen verloren. Aber man lernt ja dazu, dieses Jahr spiele ich schon 2. Kreisklasse und es läuft ganz gut. 

Meine Tees beziehe ich nach umfangreichen Mustertests von verschiedenen Importeuren und Großhändlern in Originalverpackungen nach dem Prinzip des bestmöglichen Preis/Leistungsverhältnisses. Durch Platzmangel mußte ich mich auf wenige Standartsorten beschränken, was, wie ich mittlerweile finde, auch sein Gutes hat. Aromatees kamen für mich eh nicht in Betracht, weil sie mir alle unangenehm penetrant duften. Allerdings ganz ohne Aroma komme ich ja auch nicht aus. Meine Hausmischung enthält 1/6 Earl Grey Tee, also mit natürlichem Bergamotte-Aroma versetzten Tee. Diese Mischung habe ich schon vor meiner „Tee-Shop Zeit“ meistens getrunken und biete sie jetzt Ihnen an. Sie erfreut sich wachsender Beliebtheit. Die Zubereitung meiner Tees ist denkbar einfach. Ganz nach Geschmack 3-5 Teelöffel mit einem Liter kochendem Wasser übergießen und 4-5 Min. ziehen lassen. Beim grünen Tee kann man es mal mit 75 Grad warmen Wasser und kürzeren Ziehzeiten ( ich bin derzeit bei 30 Sec. angelangt) probieren, aber das ist reine Geschmackssache. Der Assam ist, vielleicht noch zusammen mit dem Ceylon oder neu mit dem Assam PF (besonders zu empfehlen als Mischung mit normalem Assam), der einzige Tee aus meinem Sortiment, den ich auch mit Milch oder Sahne trinke. Dafür mache ich ihn aber etwas stärker. Pu Erh Tee trinke ich sehr viel. Er ist sehr sparsam im Verbrauch, weil man ihn bis zu 4 mal aufbrühen kann. Er hat dann zwar nicht mehr diese rote Farbe, aber geschmacklich wird er immer milder. Auch Rotbuschtee und die grünen Tees kann man mehrmals aufbrühen, aber ich finde, sie verlieren doch zuviel an Geschmack. Es gibt aber auch Kunden, die meinen, der Sencha würde immer besser je öfter man ihn aufbrüht. Normalerweise dürfte ich logischerweise nichts mehr von ihnen hören, denn mit einem Pfund müssten sie ja ewig auskommen. Aber sie bestellen meistens in regelmäßigen Abständen, so dass ich davon ausgehe, dass der Tee sich doch irgendwie verbraucht.

Ich wollte auch Kräutertee in mein Sortiment aufnehmen und habe mich nach einiger Zeit der Information für Geißrautenkraut und eine Kräuterteemischung (Melisse, Heidekraut, Pfefferminze, Kamillenblüten, Orangenblüten, schwarze Johannisbeerblätter) entschieden. Einen leckeren Minztee aus Ägypten biete ich auch an. Er ähnelt stark dem Minztee aus den Cafes in Marokko!

Da ich Earl Grey für meine Hausmischung brauche, habe ich nach mehrfachem Kundenwunsch, Earl Grey pur ins Programm übernommen. Er soll geschmacklich absolute Spitze sein, wie ein Kunde behauptet. Da ich ihn in Kilopaketen bekomme, ist der Preis nicht so günstig wie Sie es von mir gewohnt sind, aber ich hoffe immer noch preiswert genug.

Relativ neu ist der Rohkaffee! Durch meine Frau und meine Kinder bin ich wieder öfter mit Kaffee in Berührung gekommen. Die schlechte Qualität der meisten Supermarktkaffees hat mich bewogen nach Alternativen zu suchen. Dabei erkannte ich, dass immer mehr Kaffeegenießer das Selberrösten wieder entdecken. Früher war es normal Kaffee selbst zu rösten, heute mutet es sehr exotisch an, ist aber mit durchschnittlichem Geschick kein Problem. Belohnt wird man mit einem Kaffeearoma, wie man es sonst nirgends bekommt. Im Internet findet man viele Anleitungen zum Selberrösten.

Den Lampocoy Rohkaffee habe ich wiederum nach langer Such- und Probierphase bei einem sehr interessanten Projekt gefunden. Der Fernsehjournalist Dethlev Cordts hat bei einer Reportage in Guatemala das Elend der Kaffeebauern sowie das Potential der Plantagen bemerkt und daraufhin das Projekt Cafecita ins Leben gerufen. Mit viel Einsatz hat er dafür gesorgt, dass die Bauern ihre Kaffeequalität verbessern konnten und durch Direktvertrieb einen wesentlich höheren Preis für ihre mühsame Arbeit erzielen können. Uns wird dadurch ein nicht zertifiziert traditionell biologisch-organisch angebauter und fair gehandelter Rohkaffee bester Qualität geboten und den Bauern ihre Existens gesichert.

Sie fragen sich sicher, warum soll ich ausgerechnet hier was kaufen?

Weil Sie woanders diese Qualität zu diesem Preis nicht bekommen!  Bei mir fehlt nämlich eine Stufe der Vermarktung, das heißt, Sie bezahlen eigentlich den Großhandelspreis, weil ich den Tee in Originalgebinden direkt vom Importeur beziehe, was normalerweise der Großhändler macht, der den Tee dann in Tüten verpackt und weiter an die Läden sendet. Jeder will an dem Tee auch etwas verdienen und somit steigt mit jeder Stufe der Preis. Im normalen Teeladen bekommt der Händler den Tee auch vom Großhändler, der oft auch die Ausstattung des Ladens übernimmt, meist in 2 Kilo-Tüten, dann kommen noch Kosten wie Miete usw. dazu. Wenn der Teeladen jetzt noch etwas verdienen will, muß der Preis einfach höher sein. Bei mir fallen kaum weitere Kosten an. Ich habe ein Zimmer in unserem Haus als Büro, Lager, Verpackungs- und Versandraum. Ich benutze teilweise gebrauchte Kartons, die ich mir von einem Biosupermarkt bei uns in der Nähe besorge für die Verpackung, denn neue gute Kartons, womöglich noch mit Firmenaufdruck, sind sehr teuer. Meine Tüten sind einfach, aber gut und günstig. Ich mache keine großen Werbung, keine Rabatt- oder Gutscheinaktionen. Deshalb kann ich bessere Qualität zu guten Preisen bieten als der normale Fachhandel. Das gleiche gilt auch für den Kaffee. Auch hier beziehe ich Originalsäcke vom Importeur. Wenn Sie Kaffeetrinker sind und mal richtig guten Kaffee trinken wollen, probieren Sie doch mal selbst zu rösten. Es ist wirklich nicht schwierig und macht Spaß! Dafür bekommen Sie eine Qualität, für die Sie im Gourmetshop mittlerweile über 20 Euro fürs Kilo zahlen müssen. Bei mir bezahlen Sie 12 EUR, wenn Sie 5 Kilo nehmen und Rohkaffee ist jahrelang haltbar.